Auf dem Weg Richtung Nochten gab es eine kleine Überraschung: zwei Holzpilze
am Wegesrand. Ich hatte schon einige an anderen Stellen gefunden (Kromlau,
Trebendorf, Halbendorf), und ich wusste, dass in Richtung Uhyst noch zwei
Pilze zu finden sind. Die zeige ich in einem extra Beitrag. Weiter nach
Nochten muss man etwas vorsichtig fahren, der Radweg hat einige Aufbrüche.
Nochten selbst hat sich nicht groß verändert, mich aber dann sehr positiv
überrascht. Und zwar die Swjela-Scheune. Das letzte Mal an der Stelle war die
Scheune zwar errichtet, aber noch nicht bewirtschaftet. Jetzt gibt es dort
Infotafeln und auch den Hinweis, dass es ein offenes Denkmal ist. Also habe
ich die Gelegenheit gleich genutzt, mir das anzuschauen. Da zeige ich
demnächst ein paar Bilder in einem extra Beitrag.
Die nächste Etappe führt bis nach Weißwasser zum Turm am Schweren Berg.
Unterwegs findet man einen Wagen mit Bienen, die für Heidehonig sorgen. Und
man bekommt einen Blick auf den Hermannsdorfer See, der noch in der Flutung
ist. Diese soll zum Zeitraum 2035 bis 2039 abgeschlossen sein. Der ganze See
samt Umfeld ist als Naturschutzgebiet geplant.
Weiter in Richtung Weißwasser gibt es dann ein Umleitung am Rothwassergraben
entlang. Am Radweg zwischen dem Hermannsdorfer See und dem Turm am Schweren
Berg wird von der LEAG eine Wasserbehandlungsanlage errichtet, die Sperrung
soll bis zum Ende Mai 2027 andauern. Aber trotzdem hab ich hinter der
Absperrung ein Rentnerpärchen gesehen, welche die ausgeschilderte Umleitung
ignoriert hatten und die versuchten, irgendwie durch den Bauzaun zu kommen.
Leider kommt man jetzt nicht mehr zum kleinen Findlingsgarten. Vom Turm am
Schweren Berg kann man einen Blick auf die Rekultivierung werfen oder auch
durch die Terrassen an deren Fuß spazieren.
Der letzte Streckenabschnitt führt am Tagebau entlang. Mit sehr viel Glück
trifft man auf die Waldeisenbahn Muskau, die gerade bei ihrer Tonbahnfahrt
unterwegs zur Haltestelle am Turm am Schweren Berg unterwegs ist. Ich hatte
diese leider um eine Viertelstunde verpasst. Ansonsten kann man zwischendurch
immer wieder mal einen Blick in Richtung Tagebau werfen, aber da sieht man eher
die Kippe und mit etwas Glück noch den Absetzer. An der Aussichtshütte gibt es
noch ein paar Informationen zum Tagebau, der Geologie und der Rekultivierung.
Letztendlich kann man bei dieser Radtour um den Tagebau mit etwa 46 Kilometer
rechnen, meist etwas mehr, je nachdem, was man sich noch anschaut. Bei mir hat
das Fahrradtacho leider versagt, einfach zwischendurch wieder bei Null
Kilometer angefangen zu zählen.